Ukrainische Opposition lehnt Angebot zur Regierungsbeteiligung ab

Ukrainische Opposition lehnt Angebot zur Regierungsbeteiligung ab

Die ukrainische Opposition hat ein überraschendes Kompromissangebot der Staatsführung abgelehnt und stattdessen ihre Proteste auch in den Regionen ausgeweitet. In der Hauptstadt Kiew besetzten Demonstranten nach schweren Zusammenstößen mit der Polizei das riesige Kongresszentrum am Europaplatz.

Im Westen des Landes hielten Demonstranten in immer mehr Städten Verwaltungsgebäude besetzt. "Die Luft für Präsident Viktor Janukowitsch wird immer dünner", sagte gestern eine Sprecherin der Regierungsgegner. Janukowitsch hatte seinen Kritikern am Samstag Ministerposten angeboten. Der Oppositionspolitiker Arseni Jazenjuk solle neuer Regierungschef und Klitschko dessen Stellvertreter werden. Klitschko lehnte das Angebot mit den Worten ab, Janukowitsch müsse mit einem Rücktritt den Weg für einen politischen Neubeginn freimachen. Jazenjuk sprach sich für weitere Gespräche aus. Für seine Partei stehe die Annäherung an die EU im Vordergrund.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) rief die Staatsführung der Ukraine auf, auf die Opposition zuzugehen. Eine Lösung des Konflikts sei nicht mit Gewalt zu erzwingen. Der Präsident des Europäischen Parlaments, Martin Schulz, schloss Sanktionen gegen die ukrainische Regierung nicht aus. "Janukowitsch, Stopp mit der Gewalt. Und rede mit deinem Volk, das ist der bessere Weg als der Unsinn, der da jetzt veranstaltet wird."

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