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Zahl der Arbeitslosen sinkt auf Rekord-Tief

Zahl der Arbeitslosen sinkt auf Rekord-Tief

Saarbrücken/Berlin. Überraschung am Arbeitsmarkt: Die seit Monaten positive Entwicklung hat sich - entgegen der langjährigen Erfahrung - auch im November fortgesetzt. Im Saarland sank die Zahl der Job-Suchenden um 900 auf jetzt 31 500. Das ist der niedrigste November-Wert seit 31 Jahren, wie die Regionalagentur für Arbeit gestern auf Anfrage mitteilte

Saarbrücken/Berlin. Überraschung am Arbeitsmarkt: Die seit Monaten positive Entwicklung hat sich - entgegen der langjährigen Erfahrung - auch im November fortgesetzt. Im Saarland sank die Zahl der Job-Suchenden um 900 auf jetzt 31 500. Das ist der niedrigste November-Wert seit 31 Jahren, wie die Regionalagentur für Arbeit gestern auf Anfrage mitteilte. Die Arbeitslosen-Quote ging gegenüber dem Oktober erneut um 0,1 Punkt zurück und liegt jetzt bei 6,2 Prozent. Bundesweit wurde der tiefste November-Wert seit 20 Jahren verzeichnet: 2,71 Millionen Menschen mussten den Gang zu den Arbeitsämtern antreten, 24 000 weniger als im Vormonat. Experten und Politiker zeigten sich überrascht vom ungewöhnlich starken Rückgang der Arbeitslosigkeit.Die Chefin der Arbeitsagentur an der Saar, Heidrun Schulz, nannte drei Gründe für die positiven November-Zahlen: die gute Entwicklung der regionalen Wirtschaft, den milden Herbst sowie die Zunahme von Industrie-Arbeitsplätzen, die an der Saar höher liege als in jedem anderen Bundesland. Auch die Zahl sozialversicherungspflichtig Beschäftigter nehme stetig zu. Schulz erwartet eine weiterhin stabile Entwicklung. "Es gibt derzeit keine Anhaltspunkte, die auf einen Einbruch hindeuten", erklärte sie. Auch Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen sieht "keine Anzeichen für einen Umschwung". Die Bundesagentur für Arbeit dagegen sieht Risiken. "Die Weltwirtschaft schwächt sich ab, und im Finanzsektor gibt es einige Probleme", sagte Vorstandsmitglied Heinrich Alt. Ein deutlicher Knick im Job-Aufschwung zeichne sich jedoch nicht ab.

Eine Lösung der Finanzkrise vorausgesetzt, erwartet der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) des Saarlandes, Volker Giersch, einen weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit an der Saar auf unter 30 000 im kommenden Jahr. Bei einem Wachstum von 1,0 bis 1,5 Prozent seien 3000 neue Jobs wahrscheinlich. und Meinung ts/dpa

Foto: Becker & Bredel