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"Wir haben von Protesten nur im Fernsehen etwas mitbekommen"

"Wir haben von Protesten nur im Fernsehen etwas mitbekommen"

Zweibrücken. Richtig Angst hatten die meisten der 160 Passagiere, die am Freitag aus Ägypten auf dem Zweibrücker Flughafen landeten, nicht. Viele von ihnen hatten in dem Badeort Hurghada am Roten Meer ihren Urlaub verbracht

Zweibrücken. Richtig Angst hatten die meisten der 160 Passagiere, die am Freitag aus Ägypten auf dem Zweibrücker Flughafen landeten, nicht. Viele von ihnen hatten in dem Badeort Hurghada am Roten Meer ihren Urlaub verbracht. "Wir haben von den Demonstrationen nur im Fernsehen etwas mitbekommen", berichtet Christina Hoffmann (Fotos: Canto-Foto) aus Völklingen, als sie die Ankunftshalle betritt. Internet, Radio, Handy oder Fernsehen hätten immer funktioniert. Trotzdem sei sie froh, jetzt wieder in Deutschland zu sein: "Ein wenig Sorgen macht man sich ja schon. Man weiß schließlich nicht, wie sich das Ganze noch entwickelt." Auch Peter Mörsdorf schwärmt von seinem Urlaub. In Hurghada habe eine friedliche Ruhe geherrscht. Von Tumulten oder Gewalt hat der Wadgasser in dem Badeort nichts gemerkt. Er habe sich "super erholt". Das Gleiche berichtet Achim Braun aus Sulzbach, der mit seiner Ehefrau Nicole am Roten Meer war. "Es war alles ruhig." Von Massenprotesten habe das Paar nur aus den Medien erfahren. Diese seien auch unbeschränkt zugänglich gewesen.

Ganz anders schildert dies der Bruchmühlbacher Hans-Dieter Fricke. Der Pfälzer verbrachte die letzten Wochen in der Nähe des Assuan-Staudamms am Nil. Die vergangenen Tage habe er in einem Hotelzimmer verbracht, das er kräftig verbarrikadiert hatte. "Es gab schon Übergriffe", berichtet Fricke, der von Plünderungen und sogar von Vergewaltigungen spricht. Fricke sagte, das Internet sei gesperrt worden, er konnte seiner Tochter auch keine SMS schicken, da das Mobilfunk-Netz gekappt worden sei. nob