Weltweite Sorge wegen tödlicher Schweinegrippe

Mexiko-Stadt/Saarbrücken. Der Ausbruch der Schweinegrippe in Nordamerika mit mehr als 80 Toten hat Staaten weltweit in Alarmbereitschaft versetzt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sprach von einem Gesundheitsnotfall internationalen Ausmaßes und der Gefahr einer "Pandemie". Die Schweinegrippe ist normalerweise nur von Tier zu Tier übertragbar

Mexiko-Stadt/Saarbrücken. Der Ausbruch der Schweinegrippe in Nordamerika mit mehr als 80 Toten hat Staaten weltweit in Alarmbereitschaft versetzt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sprach von einem Gesundheitsnotfall internationalen Ausmaßes und der Gefahr einer "Pandemie". Die Schweinegrippe ist normalerweise nur von Tier zu Tier übertragbar. Im vorliegenden Fall hat sich das Virus, das zunächst grippeähnliche Symptome auslöst, offenbar so verändert, dass es von Menschen auf Menschen übertragbar ist. In Zentralmexiko stieg die Zahl der Grippetoten auf 86, bei 20 dieser Todesfälle ist der mutierte Schweinegrippeerreger vom Typ H1N1 bereits nachgewiesen worden. In den USA gab es bis gestern 19 bestätigte Krankheitsfälle, davon acht Schüler eines Gymnasiums in New York. In Spanien gab es drei, in Frankreich vier, in Neuseeland zehn Verdachtsfälle.

Saar-Gesundheitsminister Gerhard Vigener sagte aber, es bestehe "kein Grund zur Beunruhigung". Es sei jedoch grundsätzlich nicht auszuschließen, dass einzelne Influenzafälle durch Reisende eingeschleppt werden. Vigener: "Das Saarland ist gut vorbereitet." Seit Freitag liefen Vorsorgemaßnahmen der Gesundheitsbehörden auf Bundes- und Landesebene. Heute würden Ärzte, Kliniken, Gesundheitsämter und der Flughafen im Saarland informiert. Ministeriums-Sprecher Kolling sagte, die Versorgung der Bevölkerung mit dem antiviralen Mittel Tamiflu sei sichergestellt. Vigener riet Reisenden aus betroffenen Gebieten mit den Krankheitssymptomen, umgehend Kontakt mit ihrem Arzt aufzunehmen. dpa/ulb

Das Saar-Gesundheitsministerium hat ab heute, 8 Uhr, eine Info-Hotline eingerichtet: Tel. (06 81) 5 01 36 94 und Tel. (06 81) 5 01 36 95

Regionen und Orte, aus denen der WHO

erste Meldungen über die Erkrankung von Menschen bzw. Todesfälle eingingen.