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Welche Agenda könnte eine Präsidentin Clinton verfolgen?

Welche Agenda könnte eine Präsidentin Clinton verfolgen?

Hillary Clinton kann auf eine lange politische Karriere zurückblicken, sei es als Senatorin oder als Außenministerin. Welche Politik aber würde sie als Präsidentin der Vereinigten Staaten vertreten?

Hillary Clinton könnte bald als erste Frau das größte und mächtigste Land der Welt regieren. Was ist zu erwarten von einer Regierung unter Präsidentin Clinton, die aller Voraussicht nach weiter gegen das von Republikanern dominierte Repräsentantenhaus agieren muss? Zumal 2018 Zwischenwahlen für den Kongress anstehen, die das Machtgefüge noch weiter gegen sie verschieben könnten.

Außenpolitik: Clinton gilt vielen Experten als Falkin. Ein härteres Vorgehen in Syrien, weniger Nachsicht mit dem Iran, eine stärkere Konfrontation mit Russland könnten die Folgen sein.

Nato : Clinton hat im Wahlkampf wiederholt erklärt, dass sie viel von der US-Einbindung in das nordatlantische Sicherheitskonzept hält. Der übrige Westen dürfte in Clinton einen verlässlichen Verbündeten behalten.

Bildung: Clinton will das öffentliche Schulsystem verbessern, vor allem aber die immens teuren Universitäten in den USA für einen großen Teil der Studenten gebührenfrei machen - zumindest aber so günstig, dass die Absolventen nicht hoch verschuldet in das Berufsleben starten.

Sozialpolitik: Sie will den Mindestlohn auf zwölf Dollar pro Stunde hochschrauben, möglicherweise sogar auf 15 Dollar. Eltern sollen nach der Geburt ihrer Kinder eine bezahlte Auszeit bekommen. Das Absetzen der Kinderbetreuung von der Steuer soll deutlich günstiger werden.

Gesundheit: Clinton will die von Barack Obama eingeführte allgemeine Krankenversicherung fortentwickeln. Diese wird von vielen Amerikanern als zu teuer empfunden. Unter anderem soll es unter Clinton zwölf Wochen lang Krankengeld geben.

Einwanderung: Clinton hat mehrfach erklärt, sie wolle eine Lösung für die elf Millionen illegalen Einwanderer in den Vereinigten Staaten finden. Darüber hinaus setzt sie sich für eine gemäßigte Aufnahme von Flüchtlingen etwa aus Syrien ein - allerdings unter strengen Prüfungen.