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Weitere Festnahmen in Türkei – Todesstrafe „berechtigte Forderung“

Weitere Festnahmen in Türkei – Todesstrafe „berechtigte Forderung“

Die Massenfestnahmen unter dem Ausnahmezustand in der Türkei dauern auch drei Monate nach dem gescheiterten Putschversuch an: Die Staatsanwaltschaft in Ankara ordnete am Freitag die Festnahme von 189 Richtern und Staatsanwälten an, wie die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete. Sie würden verdächtigt, einen Messenger-Dienst namens Bylock genutzt zu haben, über den Gülen-Anhänger Geheimnachrichten ausgetauscht hätten. Die Türkei beschuldigt den in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen , für den Putschversuch vom 15. Juli verantwortlich zu sein. Indes hat Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan erneut die Wiedereinführung der Todesstrafe ins Spiel gebracht. Die Rufe aus dem Volk danach seien "eine berechtigte Forderung", sagte Erdogan am Freitag bei einem Auftritt in der zentralanatolischen Stadt Konya. Unter frenetischem Beifall von Tausenden Anhängern fügte er hinzu: "Was der Westen dazu sagt, interessiert mich nicht. Mich interessiert mein Volk."