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Weichen für hessisches Experiment werden gestellt

Weichen für hessisches Experiment werden gestellt

Wiesbaden. Die hessische SPD-Chefin Andrea Ypsilanti machte am Montagabend in einem HR-Interview keinen Hehl mehr daraus: Sie wird einen neuen Anlauf zur Macht wagen - wenn denn ihre Partei zustimmt. Den ersten Schritt dazu unternimmt Ypsilanti heute: Auf der Sitzung des Landesvorstands in Frankfurt sollen die Weichen für das hessische Experiment gestellt werden

Wiesbaden. Die hessische SPD-Chefin Andrea Ypsilanti machte am Montagabend in einem HR-Interview keinen Hehl mehr daraus: Sie wird einen neuen Anlauf zur Macht wagen - wenn denn ihre Partei zustimmt. Den ersten Schritt dazu unternimmt Ypsilanti heute: Auf der Sitzung des Landesvorstands in Frankfurt sollen die Weichen für das hessische Experiment gestellt werden. 18 Parteivertreter umfasst das Gremium, darunter auch SPD-Bundestagsabgeordnete wie Nina Hauer oder die Bundesentwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul. Dazu kommen 13 beratende Mitglieder. Sie alle sollen einen Zeitplan absegnen und ein Szenario: Nach intensiven Diskussionen mit der Basis, womöglich auf Regionalkonferenzen, würde ein Parteitag am 4. Oktober die förmliche Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit den Grünen beschließen. Wenn bis dahin die Vorgespräche mit Grünen und Linkspartei erfolgreich waren, könnte ein zweiter Parteitag Ende Oktober bereits die neue Konstellation absegnen - und Ypsilanti sich in der November-Sitzung des Landtags als Ministerpräsidentin zur Wahl stellen. Dann wäre Hessen erneut Versuchslabor in Deutschland - oder Ypsilanti gescheitert. ddp