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Warum Gewittertief "Frank" mit 15 000 Blitzen wütete

Warum Gewittertief "Frank" mit 15 000 Blitzen wütete

Offenbach/Saarbrücken. Hagelkörner groß wie Tischtennisbälle, heftige Gewitter, Schlammlawinen, Sturm, Stromausfälle und bundesweit Schäden in mindestens zweistelliger Millionenhöhe: Das ist die Bilanz von Gewittertief "Frank", das am Sonntag auch in Teilen des Saarlandes wütete

Offenbach/Saarbrücken. Hagelkörner groß wie Tischtennisbälle, heftige Gewitter, Schlammlawinen, Sturm, Stromausfälle und bundesweit Schäden in mindestens zweistelliger Millionenhöhe: Das ist die Bilanz von Gewittertief "Frank", das am Sonntag auch in Teilen des Saarlandes wütete. Doch warum war "Frank" so heftig? Es lag an extremen Temperatur-Unterschieden von mindestens zwölf Grad. Das Tief hatte auf seinem Weg von Island und Schottland nach Deutschland unterschiedliche Luftmassen im Gepäck. In der Mitte Deutschlands prallten schwül-warme Luft mit mehr als 30 Grad und kühle Luft mit Temperaturen unter 20 Grad aufeinander."Je stärker die Temperaturgegensätze sind, desto stärker fallen die Gewitter aus", erklärt der Meteorologe Helmut Malewski vom Deutschen Wetterdienst. Besonders betroffen waren neben dem Saarland vor allem Rheinhessen, Oberfranken und Sachsen-Anhalt. In weniger als einer Stunde fielen bis zu 40 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Zugleich zählten die Meteorologen mehr als 15 000 Blitze. dpa