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Warum es 2009 nicht zu einer großen Koalition kam

Warum es 2009 nicht zu einer großen Koalition kam

Saarbrücken. Unmittelbar nach der Landtagswahl vom 30. August 2009 war eine große Koalition kein Thema. Zwar sprachen der damalige Ministerpräsident Peter Müller (CDU) und der SPD-Landesvorsitzende Heiko Maas auf Müllers Einladung über diese Option - doch das Gespräch in der Staatskanzlei dauerte nicht lange

Saarbrücken. Unmittelbar nach der Landtagswahl vom 30. August 2009 war eine große Koalition kein Thema. Zwar sprachen der damalige Ministerpräsident Peter Müller (CDU) und der SPD-Landesvorsitzende Heiko Maas auf Müllers Einladung über diese Option - doch das Gespräch in der Staatskanzlei dauerte nicht lange. Müller sagte hinterher, Maas habe geblockt, weil sich die SPD schon auf eine Koalition mit Linken und Grünen festgelegt habe. Maas gab Müller die Schuld, weil dieser nicht bereit gewesen sei, auf sein Amt zu verzichten.Müller galt bis einige Monate vor der Wahl als Befürworter einer großen Koalition. Er hoffte dann aber auf Jamaika, weil er sicher war, dass die SPD eine große Koalition nicht mitmachen würde. Die SPD hatte ein Bündnis mit der CDU vor der Wahl zwar nicht explizit ausgeschlossen. Eine solches Koalition war nach den desaströsen Erfahrungen der SPD mit Schwarz-Rot auf der Bundesebene an der Parteibasis aber höchst unpopulär. Diese Option wurde insbesondere vom Gewerkschaftsflügel abgelehnt. kir