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Warum die Iran-Krise deutsche Bratwurst teurer macht

Warum die Iran-Krise deutsche Bratwurst teurer macht

Nürnberg. Beim Thema Iran denkt man ja eher an Atombomben als an Bratwürste - und dennoch gibt es einen unleugbaren Zusammenhang: Der Dauerkonflikt mit dem Iran könnte nämlich die Wurst teurer machen

Nürnberg. Beim Thema Iran denkt man ja eher an Atombomben als an Bratwürste - und dennoch gibt es einen unleugbaren Zusammenhang: Der Dauerkonflikt mit dem Iran könnte nämlich die Wurst teurer machen. Schafsdarm, der beispielsweise für Bratwürste, Wiener Würste und Debreziner verwendet wird, kommt unter anderem aus dem Nahen Osten, wie der Obermeister der Fleischer-Innung Nürnberg, Manfred Seitz, erklärte. Wegen der politischen Spannungen und der enorm gestiegenen Nachfrage habe sich der Preis für den so genannten Schafsaitling innerhalb eines Jahres von neun auf mehr als 18 Euro pro 90 Meter verteuert. Die meisten Metzger hätten dies noch nicht an die Kunden weitergegeben, sagte Seitz. "Ich gehe aber davon aus, dass sich die Preise ab März, April um bis zu 50 Cent je Kilogramm erhöhen." Glück haben die Freunde der Thüringer Bratwurst. Diese wird nach Auskunft des Deutschen Bratwurstmuseums nämlich zu 90 Prozent in Schweinedarm gefüllt. Daher seien die Hersteller von den hohen Preisen weniger betroffen. dapd