Drittliga-Relegation: Waldhof-„Fans“ sorgen für Skandal

Drittliga-Relegation : Waldhof-„Fans“ sorgen für Skandal

Relegation gegen KFC Uerdingen muss wegen Raketen abgebrochen werden.

Das Rückspiel in der Aufstiegs-Relegation zur 3. Liga zwischen Waldhof Mannheim und dem KFC Uerdingen endete gestern mit einem Skandal. Die Partie musste aufgrund von massiven Ausschreitungen in der 82. Minute beim Stand von 1:2 (1:2) abgebrochen werden. Nach dem 0:1 im Hinspiel war damit der bittere Hattrick für Mannheim perfekt – Waldhof hat zum dritten Mal in Folge den Aufstieg in der Relegation verpasst.

Die 24 000 Zuschauer im ausverkauften Carl-Benz-Stadion sahen von Beginn an eine hitzige Partie. Schiedsrichter Patrick Ittrich hatte alle Hände voll zu tun. Nach den Toren zum zwischenzeitlichen 1:1 kam es zu ersten Ausschreitungen auf den Rängen. Ittrich musste die Partie für einige Minuten unterbrechen. Polizisten marschierten auf und beruhigten die Lage.

Via Twitter forderte die Polizei die Fans auf, friedlich zu bleiben. Das half nichts. In der 82. Minute musste Ittrich das Spiel erneut unterbrechen, da vermummte Waldhof-Anhänger massiv Pyrotechnik einsetzten. Die Unterbrechung dauerte zunächst 20 Minuten. Als die Mannschaften wieder aus der Kabine kamen, wurden erneut Feuerwerkskörper abgeschossen. Ittrich entschloss sich daraufhin zum Abbruch. Es soll Verletzte gegeben haben, den Mannheimern drohen jetzt harte Strafen.

„Bei mir herrscht großes Unverständnis, das ist nicht zu entschuldigen“, sagte der Mannheimer Trainer Bernhard Trares: „Für solche sogenannten Fans kann man kein Verständnis haben. Man muss im Sport immer ein fairer Verlierer sein.“ Auch Geschäftsführer Markus Kompp zeigte sich von den Geschehnissen betroffen: „Das sind Dinge, die man in einem Fußballstadion nicht sehen will.“

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