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Vornamen beeinflussen weiter die Schulnoten der Kinder

Vornamen beeinflussen weiter die Schulnoten der Kinder

Oldenburg. Schüler mit dem Namen Kevin werden einer Studie der Oldenburger Universität zufolge zwar weiterhin schlechter benotet als Kinder mit den Namen Maximilian oder Alexander, die eher bildungsnahen Familien zugeordnet werden

Oldenburg. Schüler mit dem Namen Kevin werden einer Studie der Oldenburger Universität zufolge zwar weiterhin schlechter benotet als Kinder mit den Namen Maximilian oder Alexander, die eher bildungsnahen Familien zugeordnet werden. Jedoch sei der Unterschied nicht mehr so gravierend wie noch in Vorgängerstudien der vergangenen Jahre, sagte die Oldenburger Pädagogik-Professorin Astrid Kaiser gestern. Mädchen mit vorurteilsbehafteten Namen wie Angelina, Vanessa oder Mandy seien in der neuen Untersuchung sogar besser bewertet worden als Schülerinnen, die zum Beispiel Charlotte oder Emma heißen. Die Oldenburger Pädagogikstudentin Kirsten Becker hatte für eine Masterarbeit mehr als 200 Grundschullehrern gleiche Aufgabenlösungen von Schülern vorgelegt und diese mit den Namen, die verschiedenen Milieus zugeordnet werden, versehen. Kaiser vermutet, dass die Lehrer aufgrund der Vorgängerstudie sensibler mit eigenen Vorurteilen umgehen. Die vergangenen Untersuchungen hätten in Lehrerzimmern für heftige Diskussionen gesorgt. epd