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Viel Kohle und eine kleine Kirche: Was Preußen an der Saar bewirkte

Viel Kohle und eine kleine Kirche: Was Preußen an der Saar bewirkte

Saarbrücken. Die eher kurze preußische Geschichte an der Saar beginnt erst drei Jahrzehnte nach dem Tod Friedrichs II. Nach dem Wiener Kongress 1815 teilen Bayern und Preußen das Gebiet des heutigen Saarlandes im Wesentlichen untereinander auf. Vom Regierungsbezirk Trier aus herrscht Preußen nun von Merzig bis Saarbrücken. St. Ingbert und Blieskastel sind bayerisch

Saarbrücken. Die eher kurze preußische Geschichte an der Saar beginnt erst drei Jahrzehnte nach dem Tod Friedrichs II. Nach dem Wiener Kongress 1815 teilen Bayern und Preußen das Gebiet des heutigen Saarlandes im Wesentlichen untereinander auf. Vom Regierungsbezirk Trier aus herrscht Preußen nun von Merzig bis Saarbrücken. St. Ingbert und Blieskastel sind bayerisch. Und noch heute künden alte Ortsnamen wie Preußisch Kohlhof (Neunkirchen) und Bayerisch Kohlhof (Limbach) vom Verlauf der Grenze.Bis Ende des Ersten Weltkriegs bleibt den Preußen Zeit an der Saar. Nicht genug, um den Menschen hier mit Drill ihre saarländische Freude auszutreiben, aber der Einfluss ist gewaltig. Schon weil der preußische Bergfiskus von 1815 an die wichtigste Industrie kontrolliert. Kohleförderung und Belegschaftszahlen steigen enorm. Und mit der königlich-preußischen Bergwerksdirektion in Saarbrücken wird der Machtanspruch auch in Stein gemeißelt. Den Preußen haben wir freilich auch eine der eigenwilligsten Kirchen im Lande zu verdanken. Nach Entwürfen Karl Friedrich Schinkels wurde 1822-24 die achteckige evangelische Kirche in Bischmisheim errichtet. In seiner auf Sachlichkeit gründenden Schönheit ein Meisterwerk des Preußen-Baumeisters. oli