USA sehen Al Qaida lange nicht besiegt

USA sehen Al Qaida lange nicht besiegt

Washington. Die US-Regierung hat bekräftigt, dass der Kampf gegen das Terrornetzwerk Al Qaida mit dem Tod seines Gründers Osama bin Laden nicht beendet ist. Die USA könnten Al Qaida bisher "nicht für strategisch besiegt" erklären, sagte der Sicherheitsberater von US-Präsident Barack Obama, Tom Donilon

Washington. Die US-Regierung hat bekräftigt, dass der Kampf gegen das Terrornetzwerk Al Qaida mit dem Tod seines Gründers Osama bin Laden nicht beendet ist. Die USA könnten Al Qaida bisher "nicht für strategisch besiegt" erklären, sagte der Sicherheitsberater von US-Präsident Barack Obama, Tom Donilon. Das Terrornetzwerk stelle "weiterhin eine Bedrohung für die Vereinigten Staaten" dar.Neben Bin Ladens Vize Aiman al-Sawahiri wird auch der Hassprediger Anwar al-Awlaki, der einen US-Pass besitzt, als möglicher Nachfolger Bin Ladens gehandelt. Ihn versuchten die USA bereits Ende vergangener Woche im Jemen gezielt zu töten, wie jetzt bekannt wurde. Eine Drohne verfehlte ihn aber, wie US-Medien berichteten. Bei dem Raketenangriff auf ein Fahrzeug wurden dagegen zwei andere Al-Qaida-Mitglieder getötet. Al-Awlaki soll mehrere englisch-sprachige Islamisten im Jemen für Anschläge im Ausland rekrutiert haben.

Eine Woche nach dem Tod Bin Ladens im Alter von 54 Jahren veröffentlichte die US-Regierung private Aufnahmen des Terroristen als greisenhaftem Alten. Mehrere in Bin Ladens Haus in Abbottabad gefundene Videos wurden ohne Ton von US-Sendern ausgestrahlt. Nach Meinung von Experten beweisen sie, dass Bin Laden auch in letzter Zeit Anschläge der Terrororganisation und verbündeter Gruppen geplant und dirigiert hat.

In einer abgeschirmten Villa in Abbottabad war Bin Laden am vergangenen Sonntag von einer US-Spezialeinheit aufgespürt und erschossen worden. Nach der Aussage der Bin-Laden-Witwe Al-Sadah lebte der Terror-Chef dort seit 2005. Bei der Erstürmung des Schlafzimmers habe er noch nach seiner Kalaschnikow greifen wollen, ehe ihn das US-Kommando erschoss, sagte sie. dpa/afp/dapd

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