Unwürdiges Ende

Franz-Peter Tebartz-van Elst kehrt nicht nach Limburg zurück. Der Papst hat damit eine vernünftige Entscheidung getroffen.

Die katholische Kirche hätte sich nur selbst weiteren Schaden zugefügt, wäre Tebartz-van Elst wieder in seine Diözese zu den Gläubigen zurückgekehrt, bei denen er unglaubwürdig geworden ist.

Auch war der 54-Jährige in den vergangenen Monaten vor allem mit der Rettung seines eigenen Ansehens und seiner Karriere beschäftigt. In diesem Zusammenhang wirkt die Mitteilung aus dem Vatikan, der Papst habe nun den bereits am 20. Oktober von Tebartz-van Elst angebotenen Rücktritt angenommen, wie blanker Hohn. Wäre der Bischof wirklich damals schon einsichtig gewesen, hätte Franziskus kein Motiv gehabt, die Causa Limburg quälende fünf Monate weiter gären zu lassen.

Es handelt sich dabei offenkundig um den untauglichen Versuch, dem Bischof einen halbwegs ehrwürdigen Abgang zu verschaffen. Tebartz-van Elst hat mit seinen Falschaussagen aus Angst um das eigene Ansehen die Öffentlichkeit an der Nase herumgeführt. Der Vatikan ist nun in dieselbe Falle getappt.