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Unterstützung aus Landespolitik für Initiative zu Vorstands-Gehältern

Unterstützung aus Landespolitik für Initiative zu Vorstands-Gehältern

Saarbrücken/St. Wendel. Die Initiative des St. Wendeler Bürgermeisters Klaus Bouillon (CDU), die Gehälter der Sparkassen-Chefs kritisch zu überprüfen und ein Transparenzgesetz auf den Weg zu bringen, wonach die Vorstandsbezüge veröffentlicht werden müssen, trifft in der Landespolitik auf verhaltene Zustimmung

Saarbrücken/St. Wendel. Die Initiative des St. Wendeler Bürgermeisters Klaus Bouillon (CDU), die Gehälter der Sparkassen-Chefs kritisch zu überprüfen und ein Transparenzgesetz auf den Weg zu bringen, wonach die Vorstandsbezüge veröffentlicht werden müssen, trifft in der Landespolitik auf verhaltene Zustimmung. CDU-Fraktionschef Klaus Meiser sagte: "Wir stehen der Einführung eines Transparenzgesetzes offen gegenüber." Davon zu trennen sei die Betrachtung der Vorstandsgehälter. Die Sparkassen stünden im Wettbewerb, die gesamte Bankenlandschaft dürfe dabei nicht außer Acht gelassen werden. SPD-Generalsekretär Reinhold Jost betonte: "Forderungen nach mehr Transparenz wird sich die SPD nie verschließen. Wir sind gespannt, wie Bouillons Forderung bei der CDU ankommt." Letztlich zählten keine Worte, sondern Taten. Ähnlich äußerte sich Linken-Landeschef Rolf Linsler: "Was die Begrenzung von Gehältern der Sparkassen-Vorstände angeht, so werden wir mit einem Gesetzesentwurf die Glaubwürdigkeit der Saar-CDU testen." FDP-Fraktionschef Horst Hinschberger hält eine Anpassung der Gehälter an die Bezüge im öffentlichen Dienst für "nicht zielführend". Die Sparkassen seien Wirtschaftsunternehmen und könnten nicht mit der öffentlichen Verwaltung verglichen werden. Hinschberger stellte auch die Frage nach einer Fusion der sieben Saar-Sparkassen.Grünen-Generalsekretär Markus Tressel sagte: "Eine Gesetzesinitiative für mehr Transparenz bei den Gehältern unterstützen wir als Grüne." mju