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Unbedachte E-Mail führt zu Chaos im Bundestag

Unbedachte E-Mail führt zu Chaos im Bundestag

Berlin. Volle Mailboxen, verärgerte Abgeordnete und eine verzweifelte Bundestagsverwaltung: Eine einzige E-Mail, im Parlamentsbetrieb versehentlich an alle geschickt, hat gestern in Berlin für Wirbel gesorgt

Berlin. Volle Mailboxen, verärgerte Abgeordnete und eine verzweifelte Bundestagsverwaltung: Eine einzige E-Mail, im Parlamentsbetrieb versehentlich an alle geschickt, hat gestern in Berlin für Wirbel gesorgt. Babette Schulz, Mitarbeiterin der Abgeordneten Sylvia Kotting-Uhl (Grüne), hatte am Morgen eine Kollegin gebeten, ihr ein Exemplar des neu erschienenen Bundestagshandbuchs, des "Kürschners", mitzubringen. Aus Versehen verschickte sie jedoch die Mail in Kopie ("cc") an alle Adressaten im Bundestagsverzeichnis - vom Minister bis zum Pförtner. Folge: Hunderte fühlten sich angesprochen und antworteten - wieder im Riesen-Verteiler. Der Schneeball-Effekt war nicht mehr aufzuhalten, der Bundestag elektronisch außer Rand und Band. "Es ist halt passiert", sagte Schulz später. Viele hätten Verständnis bekundet - es habe sogar den Vorschlag gegeben, sie zur Mitarbeiterin des Monats zu wählen. dpaFoto: dpa