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Turbulenzen auf Getreidemarkt: Ministerium beruhigt Verbraucher

Turbulenzen auf Getreidemarkt: Ministerium beruhigt Verbraucher

Berlin. In Russland toben die verheerenden Brände weiter und drohen große Teile der Getreideernte zu vernichten. Das Ministerium von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) beruhigt jedoch die deutschen Verbraucher - mit rasant steigenden Preisen für Nahrungsmittel muss offenbar nicht gerechnet werden

Berlin. In Russland toben die verheerenden Brände weiter und drohen große Teile der Getreideernte zu vernichten. Das Ministerium von Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) beruhigt jedoch die deutschen Verbraucher - mit rasant steigenden Preisen für Nahrungsmittel muss offenbar nicht gerechnet werden. Trotz der Turbulenzen auf dem internationalen Getreidemarkt in Folge der Brände und des russischen Exportstopps für Getreide gelte: "Für Verbraucherinnen und Verbraucher in Europa und Deutschland besteht kein Anlass zur Sorge. Versorgungsengpässe wird es nicht geben." Zu diesem Ergebnis kommt das Ministerium in einer unserer Zeitung vorliegenden Einschätzung.Die aktuelle Situation sei nicht mit der weltweiten Lebensmittelkrise in den Jahren 2007 und 2008 vergleichbar. Damals hätten eine geringe Produktion und ein Nachfrageboom der Schwellenländer zu einer höheren Nachfrage nach landwirtschaftlichen Rohstoffen auf dem Weltmarkt geführt. In diesem Jahr seien die Getreidelager nach der Rekordernte 2009 weltweit gut gefüllt. "Das entschärft die Situation." Zwar seien die Erzeugerpreise für Getreide und die Getreidepreise angesichts der mäßigen Ernteerwartungen in weiten Teilen der Welt gestiegen. Und auch der russische Exportstopp für Getreide aufgrund der Feuersbrunst habe einen rasanten Anstieg der Weizennotierungen ausgelöst. Doch die "Entwicklung des deutschen und des französischen Getreidemarktes, um nur zwei wichtige Erzeugerländer zu nennen, rechtfertigen die derzeitige Stimmung an den Börsen nicht." Das Ministerium erinnert daran, dass sich die Brotgetreidepreise nach der Ernte im Jahr 2007 zeitweise verdoppelt hätten. "Die heutigen Brotgetreidepreise liegen nach dem Preisrückgang, der ab Mitte 2008 einsetzte, weit unter den seinerzeitigen Spitzenwerten."