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Türkei kritisiert US-Waffenlieferung an Kurden-Kämpfer

Türkei kritisiert US-Waffenlieferung an Kurden-Kämpfer

(dpa) Die geplanten US-Waffenlieferungen an die kurdische Miliz YPG in Syrien haben heftige Kritik vonseiten der Türkei hervorgerufen. Außenminister Mevlüt Cavusoglu sagte gestern bei einem Besuch in Montenegro mit Blick auf die YPG: "Jede Waffe, die ihnen in die Hände fällt, ist eine Bedrohung für die Türkei." Ministerpräsident Binali Yildirim kritisierte die US-Entscheidung als inakzeptabel und kündigte an, Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan werde das Thema kommende Woche bei einem Besuch in Washington ansprechen. Die kurdischen Kämpfer begrüßten den Schritt der USA als "historische Entscheidung".

Die USA hatten tags zuvor angekündigt, die YPG mit Waffen im Kampf gegen den Islamischen Staat auszurüsten. Die YPG sind Teil des Bündnisses Syrische Demokratische Kräfte. Die Türkei sieht die YPG als verlängerten Arm der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und stuft sie als eine Terrororganisation ein.