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Studie: Jeder zweite Deutsche hält Islam für eine Bedrohung

Studie: Jeder zweite Deutsche hält Islam für eine Bedrohung

Die meisten Deutschen sehen ihr Leben durch die Vielfalt der Religionen bereichert. In einer Umfrage sagten aber auch 51 Prozent, sie sähen im Islam eine Bedrohung.

In Ostdeutschland, wo es kaum Muslime gibt, sind es sogar 57 Prozent, heißt es im neuen "Religionsmonitor" der Bertelsmann-Stiftung. Auch in Spanien (60 Prozent), den USA (42 Prozent), der Schweiz (50 Prozent) und Israel (76 Prozent) fühlen sich viele Menschen vom Islam bedroht.

Die Hälfte der Deutschen (50 Prozent) lehnt auch die Aussage ab, dass der Islam in die westliche Welt passe. Der frühere Bundespräsident Christian Wulff hatte 2010 mit seiner Äußerung, der Islam gehöre zu Deutschland, eine heftige Debatte ausgelöst.

Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland, sagte, es gebe hierzulande "einen strukturellen islamfeindlichen Boden". Seit Jahren werde nicht ausreichend zwischen Islam und Extremismus unterschieden. Das führe zu Beklommenheit, die wiederum Angst und Fremdheit gegenüber der Religion auslöse.