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Studie belegt: Der Vollmond raubt uns nicht den Schlaf

Studie belegt: Der Vollmond raubt uns nicht den Schlaf

Die Hexen tanzen auf dem Blocksberg, und der Werwolf zieht um die Häuser auf der Suche nach Opfern: Vollmond. Kein Wunder, dass die Menschen nicht schlafen können – glauben viele.

Doch eine Studie, die kurz vor dem Tag des Schlafes am heutign Samstag veröffentlicht wurde, räumt jetzt auf mit dem Mythos von der ruhelosen Vollmondnacht. Im Gegensatz zu früheren Untersuchungen konnten Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München keinen Zusammenhang zwischen dem Schlaf und den Mondphasen finden. Für die im Journal "Current Biology" präsentierte Untersuchung analysierten die Forscher große, bereits vorhandene Datensätze über den Schlaf von insgesamt 1265 Teilnehmern aus 2097 Nächten. "Wir konnten keinen statistisch belegbaren Zusammenhang zwischen menschlichem Schlaf und den Mondphasen aufzeigen", sagt Mitautor und Neurowissenschaftler Martin Dresler. Dass andere Studien einen Einfluss des Mondes sahen, habe mit der geringen Teilnehmerzahl und Zufall zu tun.