Strompreise sinken auf breiter Front

Strompreise sinken auf breiter Front

Energie wird weltweit günstiger, auch die Preise an den Strombörsen purzeln. Zugleich sinken Abgaben wie die Öko-Umlage. Jetzt profitieren auch die Bürger davon. Viele Strom-Konzerne senken ihre Preise.

Nach 14 Jahren mit insgesamt steigenden Strompreisen planen zum Jahresbeginn 2015 viele Versorger in Deutschland Preissenkungen. Sie liegen im Schnitt bei 2,4 Prozent, wie eine Umfrage bei mehreren Preisvergleichsportalen gestern ergab. Bislang versprechen rund ein Viertel der befragten Firmen, weniger Geld für den Strom zu verlangen.

Hintergrund sind deutlich gesunkene Beschaffungskosten an der Strombörse sowie stabile oder leicht gesunkene staatliche Steuern und Abgaben. So sinkt die EEG-Umlage zur Finanzierung der Ökostromreform zum 1. Januar von 6,24 auf 6,17 Cent pro Kilowattstunde.

Durch die Strompreis-Senkungen kann ein vierköpfiger Durchschnittshaushalt im Grundversorgungstarif nach Angaben der Tarifportale 30 bis 35 Euro im Jahr sparen. Auch im Saarland bieten einige Unternehmen Strom günstiger an - etwa die KEW Neunkirchen. So wird hier der gängige Tarif für Familien mit einem Durchschnittsverbrauch pro Jahr von 3500 Kilowattstunden rund 2,7 Prozent billiger, sagte Prokurist Marcel Dubois der SZ. Auch Energis dreht an der Preisschraube. Zum 1. März würden alle Tarife entlastet, sagte Unternehmenssprecher Michael L'huillier. Konkret bedeutet das im Schnitt eine Preissenkung von einem Prozent. Der Saarbrücker Versorger Energie Saar-Lor-Lux hält sich bedeckt. "Es gibt Indikatoren, die eine Senkung positiv aussehen lassen", sagt Marketingleiter Stefan Eichacker. Die Stadtwerke St. Wendel, Dillingen und Lebach halten die Preise vorerst konstant - Schuld seien höhere Gebühren für das Stromnetz.

Einige Saar-Versorger - etwa die Stadtwerke Sulzbach - gehen sogar mit dem Preis nach oben. >

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