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Streit über Jagd auf Wölfe im Bundestag

Schutzstatus : Streit über Jagd auf Wölfe im Bundestag

Der Umgang mit Wölfen in Deutschland sorgt im Bundestag weiter für Streit. Die FDP fordert, den Wolf ins Jagdgesetz aufzunehmen und parallel dazu in der EU auf eine Lockerung des Schutzstatus hinzuwirken.

„Der Wolf hat längst einen guten Erhaltungszustand erreicht“, sagte der jagdpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Karlheinz Busen. „Wir brauchen daher eine Regulierung der Wölfe, nicht nur den Abschuss im absoluten Ausnahmefall, wie die Grünen das wollen.“ Die Weidetierhaltung in Deutschland sei andernfalls „am Ende“. Die AfD will unter anderem regionale Obergrenzen für Wölfe und die Jagd erlauben, wenn die Zahl der Tiere sie überschreitet. Beide Anträge standen an diesem Donnerstag auf der Tagesordnung des Parlaments – der Umweltausschuss hatte empfohlen, sie abzulehnen. Das Thema ist auch zwischen Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) und Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) umstritten, sie sprechen derzeit über eine bessere Unterstützung für Schäfer.

Mit Blick auf den FDP-Antrag verwies die naturschutzpolitische Sprecherin der Grünen, Steffi Lemke, auf die bereits bestehende Möglichkeit, auffällige Wölfe zu erschießen. Sie warf der FDP vor, die Debatte populistisch anzuheizen. „Wer den Schafhaltern nachhaltig helfen will, muss endlich eine bundesweite Weidetierprämie umsetzen“, sagte sie. Einen Antrag von Grünen und Linken dazu hatte der Bundestag bereits abgelehnt.