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Sterbebegleitung als Menschenrecht?

Sterbebegleitung als Menschenrecht?

Medizinerverbände und Pflegeexperten haben sich dafür ausgesprochen, die Sterbebegleitung als ein Menschenrecht einzustufen. "Jeder Mensch hat das Recht auf ein Sterben unter würdigen Bedingungen", erklärte die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland gestern bei der Vorlage von Empfehlungen für eine nationale Strategie. Knapp ein Jahr nach Verabschiedung des Hospiz- und Palliativgesetzes sei es nun dringend geboten, eine hochwertige Versorgung in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und der häuslichen Umgebung auch finanziell abzusichern. Die Experten fordern neben einer verbesserten Finanzierung eine Hospiz- und Palliativversorgung, die den Bedürfnissen der Betroffenen und von deren Angehörigen gerecht wird. Zudem sollen Forschung und Weiterbildung ausgebaut werden. Im vergangenen Jahr starben in Deutschland 925 000 Menschen. Etwa 90 Prozent bräuchten eine palliative Versorgung am Lebensende, hieß es. Derzeit würden 250 Millionen Euro im Jahr dafür ausgegeben. Die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin verlangt zudem, bestimmte Gruppen stärker zu berücksichtigen, etwa Wohnungslose, Migranten oder Gefangene.