Steinmeier lobt Lokalzeitungen

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Bedeutung der regionalen Presse für die demokratische Willensbildung hervorgehoben. Bei einer Rede vor dem Verband Deutscher Lokalzeitungen sagte er gestern, die Lokalzeitungen seien für viele Menschen ein "Lebensbegleiter" und genössen hohes Vertrauen. Die Blätter seien damit "die erste Bastion gegen das Postfaktische". Was in den Lokalzeitungen stehe, lasse sich von jedem Bürger auf seinen Wahrheitsgehalt überprüfen. Er selbst habe als Jugendlicher in Ostwestfalen-Lippe oft in seine örtliche Zeitung geschaut, schon wegen der Fußballberichte.

Scharf wandte sich Steinmeier gegen "Medienverächter, die uns eine Neuauflage des Begriffes Lügenpresse beschert haben". Voraussichtlich werde sich die Gesellschaft von dieser "Dummheit" aber nicht befreien können.