Bundestagswahl: SPD sackt in Umfragen auf 22 Prozent

Bundestagswahl : SPD sackt in Umfragen auf 22 Prozent

Vier Wochen vor der Bundestagswahl ist die SPD in zwei wichtigen Umfragen auf 22 Prozent abgesackt. Im ARD-„Deutschland­­trend“ und im ZDF-„Politbarometer“ büßen die Sozialdemokraten im Vergleich zu Mitte August je zwei Prozentpunkte ein. Auch die Union verliert den am Freitag veröffentlichten Zahlen zufolge leicht, liegt aber weiter deutlich in Führung. Im Aufwind sehen die Meinungsforscher die AfD.

Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, kämen CDU/CSU laut „Deutschlandtrend“ auf 38 Prozent und laut „Politbarometer“ auf 39 Prozent – in beiden Umfragen ein Minus von einem Prozentpunkt. Der „Deutschlandtrend“ sieht die AfD mit aktuell zehn Prozent als drittstärkste Kraft im neuen Bundestag, ein Plus von zwei Punkten. Im „Politbarometer“ legt die Partei um einen Zähler auf neun Prozent zu. Dazugewinnen kann auch die FDP, die sich in beiden Umfragen um einen Punkt auf neun Prozent verbessert. Ebenfalls bei neun Prozent verorten „Deutschlandtrend“ und „Politbarometer“ die Linkspartei, die Grünen liegen in beiden Erhebungen unverändert bei acht Prozent. Die anderen Parteien zusammen kämen wie zuletzt auf vier Prozent.

Neben einer erneuten großen Koalition unter Führung der Union wäre damit rechnerisch nur ein sogenanntes Jamaika-Bündnis aus CDU/CSU, FDP und Grünen möglich. Im „Politbarometer“ sprechen sich die Befragten eher für eine große Koalition (38 Prozent Zustimmung) aus, eine Jamaika-Koalition fänden nur 24 Prozent gut.

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