SPD liegt im Saarland erstmals seit elf Jahren vor CDU

SPD liegt im Saarland erstmals seit elf Jahren vor CDU

Saarbrücken. Wenn am nächsten Sonntag Landtagswahl wäre, hätte die so genannte Jamaika-Koalition aus CDU, FDP und Grünen im Saarland keine Mehrheit mehr. Nach dem neuesten "Saarland-Trend" von Infratest-dimap im Auftrag des Saarländischen Rundfunks (SR) würden SPD (34 Prozent) und Linkspartei (17) sogar eine absolute Mehrheit von 51 Prozent der Stimmen erreichen

Saarbrücken. Wenn am nächsten Sonntag Landtagswahl wäre, hätte die so genannte Jamaika-Koalition aus CDU, FDP und Grünen im Saarland keine Mehrheit mehr. Nach dem neuesten "Saarland-Trend" von Infratest-dimap im Auftrag des Saarländischen Rundfunks (SR) würden SPD (34 Prozent) und Linkspartei (17) sogar eine absolute Mehrheit von 51 Prozent der Stimmen erreichen. Die CDU käme auf 32 Prozent, die Grünen auf neun Prozent. Die Freien Demokraten würden demnach mit nur noch vier Prozent nicht den Sprung in den Saar-Landtag schaffen.

Bei der Landtagswahl vor einem Jahr hatte die CDU noch 34,5 Prozent, die FDP 9,2 Prozent verbuchen können. Die Grünen hatten damals 5,9 Prozent erreicht. Die SPD war 2009 auf 24,5 Prozent gekommen, die Linkspartei auf 21,3 Prozent. Die Opposition gewann damit in einem Jahr 5,2 Prozentpunkte hinzu, die Koalition verlor 4,6 Punkte.

CDU-Generalsekretär Roland Theis bewertete das Umfrage-Ergebnis als "solide Ausgangsbasis, um Rot-Rot weiter zu verhindern". Die CDU sei trotz schwieriger Rahmenbedingungen "stabil geblieben". Grünen-Chef Hubert Ulrich sprach von einem für seine Partei "guten, für die Jamaika-Koalition insgesamt akzeptablen Ergebnis". FDP-Generalsekretär Rüdiger Linsler zeigte sich "nicht zufrieden" mit dem Ergebnis für die Liberalen. Er verwies aber auf die "schwierige interne Situation" und das "katastrophale Stimmungstief der Bundes-FDP". SPD-Chef Heiko Maas meinte, die Saarländer hätten von Regierungschef Peter Müller und der schwarz-gelb-grünen Regierung "die Nase voll". Das gute Ergebnis der SPD Saar sei "auch Ausdruck der eigenen Stärke". Linkspartei-Chef Rolf Linsler kritisierte die "Erhebungsmethoden" der Demoskopen. In Umfragen schneide die Linke immer schlechter ab als bei Wahlen.

Unabhängig von der Umfrage zogen die Jamaika-Parteien gestern eine positive Bilanz ihrer bisherigen Arbeit. Die Opposition hingegen ließ an dem Bündnis kein gutes Haar. , Meinung red

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