SPD braucht in der Krise mehr Mut und weniger Angst

SPD : Neue Köpfe, neues Profil

Die SPD braucht vor allem eines, um „aus dem Quark zu kommen“: mehr Mut. Angst war noch nie eine gute Ratgeberin. In der Politik gilt das umso mehr: Wie sollen Wähler einer Partei vertrauen, die sich permanent von der eigenen Panik treiben lässt?

Einer SPD, die nur noch die nächste Umfrage, Neuwahlen und den eigenen Bedeutungsverlust fürchtet.

Diese Ängste sind es, die einem echten Neubeginn, über den in der SPD bislang immer nur geredet wurde, im Wege stehen. Noch immer stehen die selben Personen an der Parteispitze, die schon vor Jahren an vorderster Front mitmischten – und die Dauerkrise mit zu verantworten haben. Hier muss ein radikaler Umbruch her. Neue, unverbrauchte Gesichter sollten bald die Führung übernehmen: Warum nicht mit Kevin Kühnert oder Franziska Giffey an der Spitze ein Risiko wagen? Mehr Mut ist auch bei den Inhalten gefragt: Die Partei braucht wieder ein klares linkes Profil, das sie von der Union unterscheidbar macht. Und dann muss eine erneuerte SPD ihre Positionen selbstbewusst und ohne Angst vertreten.

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