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EU und die Briten: So wird das kein guter Deal

EU und die Briten : So wird das kein guter Deal

Erfahrene Diplomaten werden mit Recht sagen, es sei naiv gewesen, schon von der zweiten Verhandlungsrunde in Sachen Brexit Ergebnisse zu erwarten. Das mag so sein, weil die Materie juristisch komplex ist. Aber beide Seiten sollten auch wissen: So lange sie die Gespräche mit Unverbindlichkeiten und durch miserable Vorbereitung auf britischer Seite bremsen und hinauszögern, gibt es auf beiden Seiten des Kanals viel Ungewissheit.

Erfahrene Diplomaten werden mit Recht sagen, es sei naiv gewesen, schon von der zweiten Verhandlungsrunde in Sachen Brexit Ergebnisse zu erwarten. Das mag so sein, weil die Materie juristisch komplex ist. Aber beide Seiten sollten auch wissen: So lange sie die Gespräche mit Unverbindlichkeiten und durch miserable Vorbereitung auf britischer Seite bremsen und hinauszögern, gibt es auf beiden Seiten des Kanals viel Ungewissheit.

Und sie trifft nicht nur Bürger, die sich Gedanken über ihre Zukunft im Königreich oder in der EU machen. Die Unsicherheit belastet auch zahlreiche Unternehmen, in deren Branchen wichtige Investitionsentscheidungen einen Vorlauf von zwölf Monaten und mehr brauchen. Das gilt für die Autobauer ebenso wie für die Maschinen-Hersteller oder die Luftfahrtbranche sowie in deren Verlängerung den Tourismus oder die Bau-Branche. Die Union erscheint gut aufgestellt, Londons Vertreter aber spielen in Brüssel wieder einmal den Bremser, weil die wichtigsten Protagonisten eher mit innerbritischem Machtpoker beschäftigt sind als mit der Regelung der künftigen Beziehungen. So wird das mit einem guten Deal für beide Seiten nichts