So sanieren deutsche Städte ihre Bahnhöfe

So sanieren deutsche Städte ihre Bahnhöfe

Berlin. Die umstrittene Verlegung des Stuttgarter Bahnhofs unter die Erde soll 4,1 Milliarden Euro kosten - fast sechsmal so viel wie der Neubau des Berliner Hauptbahnhofs, der 700 Millionen Euro verschlang. Das im Mai 2006 eröffnete Prestige-Objekt in Berlin ist der Nachfolgebau des Lehrter Bahnhofs, der von 1871 bis 1959 an derselben Stelle stand

Berlin. Die umstrittene Verlegung des Stuttgarter Bahnhofs unter die Erde soll 4,1 Milliarden Euro kosten - fast sechsmal so viel wie der Neubau des Berliner Hauptbahnhofs, der 700 Millionen Euro verschlang. Das im Mai 2006 eröffnete Prestige-Objekt in Berlin ist der Nachfolgebau des Lehrter Bahnhofs, der von 1871 bis 1959 an derselben Stelle stand. Mit seinen fünf Geschossen gilt er als Meisterleistung moderner Ingenieurbaukunst. Als "hervorragendes Beispiel für den Aufbau Ost" hatte der frühere Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) die Sanierung des Leipziger Hauptbahnhofs gewürdigt. Als erster deutscher Bahnhof war dieser unter Einbeziehung privaten Kapitals umgestaltet und im November 1997 wiedereröffnet worden. Von den erforderlichen mehr als 500 Millionen Mark (256 Millionen Euro) für den Gesamtumbau brachten mehr als 400 Millionen Privatinvestoren über einen geschlossenen Immobilienfonds auf. In Hamburg soll der Kopfbahnhof Altona künftig nur noch für den S-Bahn-Verkehr genutzt werden. Der Fernverkehr der Bahn soll ab 2015 über einen neuen Bahnhof Diebs-teich laufen, der im Norden Altonas liegt. Hintergrund sind Pläne des Hamburger Senats, auf dem Gelände des Bahnhofs und den alten Gleisflächen im Westen rund 1900 Wohnungen zu bauen. Die Fläche ist rund 250 Millionen Euro wert. dpa