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Schwarzarbeiter müssen für Pfusch am Bau nicht haften

Schwarzarbeiter müssen für Pfusch am Bau nicht haften

Privatleute haben bei schlecht ausgeführter Schwarzarbeit keinen Anspruch auf die Beseitigung der Mängel. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) gestern entschieden.

Die Richter wiesen die Klage einer Hausbesitzerin aus dem Raum Kiel ab. Sie hatte mit einem Handwerker für das Pflastern einer Auffahrt 1800 Euro vereinbart. Das Geld wurde bar bezahlt, ohne Rechnung oder Umsatzsteuer. Später bemängelte die Auftraggeberin die Arbeit. Sie klagte auf Nachbesserung und scheiterte vor dem Oberlandesgericht Schleswig. Dieses erklärte den Pflaster-Vertrag für nichtig, weil er gegen das Schwarzarbeitergesetz verstoße. Dieses Urteil bestätigte der BGH nun.

Die Handwerkskammer des Saarlandes (HWK) begrüßte die Entscheidung. Gäbe es einen Anspruch auf Nachbesserung bei Schwarzarbeit, wäre diese "praktisch ohne Risiko", sagte HWK-Hauptgeschäftsführer Georg Brenner. "Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung vernichten dauerhaft legale Arbeitsplätze", erklärte Brenner.