Vorläufiges amtliches Ergebnis: Saarland schickt zehn Abgeordnete nach Berlin

Vorläufiges amtliches Ergebnis : Saarland schickt zehn Abgeordnete nach Berlin

Seit kurz vor sechs Uhr steht fest: Das Saarland entsendet künftig einen Abgeordneten mehr als bisher nach Berlin.

Das Saarland wird künftig von zehn Abgeordneten im Bundestag vertreten sein – einem mehr als in der zurückliegenden Wahlperiode. CDU und SPD entsenden jeweils drei Politiker nach Berlin. Die Linke, AfD, FDP und Grüne schicken jeweils einen. Zu den vier Siegern der Direktwahlkreise, die am Sonntagabend schon feststanden, kommen fünf Bewerber, die über die Landeslisten der Parteien in den Bundestag einziehen und erst kurz nach sechs heute Morgen vom Bundeswahlleiter verkündet wurden.

Dabei profitieren auch die Saar-Parteien davon, dass der Bundestag wegen der hohen Zahl von Überhang- und Ausgleichsmandaten insgesamt über 709 Mitglieder verfügt. Bisher waren es 631. Dies dürfte insbesondere Markus Tressel zugute gekommen sein, der mit 6,0 Prozent im Saarland ein Mandat errang. Thomas Lutze konnte für die Linke sein Mandat verteidigen. Oliver Luksic, der vor vier Jahren mit den Liberalen aus dem Bundestag geflogen war, kehrt nun nach Berlin zurück. Mit Christian Friedrich Wirth zieht erstmals ein Kandidat der AfD für das Saarland in den Bundestag ein.

SPD und CDU erhielten jeweils drei Mandate. Für die SPD ziehen neben Josephine Ortleb, die den Wahlkreis Saarbrücken direkt gewann, Heiko Maas und Christian Petry über die Landesliste in den Bundestag ein. Die CDU entsendet die Wahlkreissieger Peter Altmaier (Saarlouis), Nadine Schön (St. Wendel) und Markus Uhl (Homburg) nach Berlin. Die CDU Saar verliert damit einen Sitz im Bundestag. Vor vier Jahren hatte sie davon profitiert, dass alle vier Wahlkreise an sie gegangen waren.

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