Saarländer haben die Wahl für Gemeinden und Europa

Saarbrücken · Beim „Super-Wahltag“ an diesem Sonntag werden im Saarland neue Orts- und Gemeinderäte, die Kreistage wie auch das EU-Parlament neu gewählt. Dabei ringen CDU und SPD um die Vorherrschaft im Land.

Wer hat das Sagen in den saarländischen Rathäusern? Wer kontrolliert Kreise und Regionalverband? Wie soll es in der EU weitergehen? Über 800 000 Saarländer und hier lebende EU-Bürger haben am Sonntag zwischen acht und 18 Uhr mehrfach die Wahl. Sie sind aufgerufen, die Orts-, Gemeinde und Stadträte, die Kreistage und das EU-Parlament zu wählen. Homburg, Wadern und Merchweiler bestimmen zudem ein neues Stadtoberhaupt, der Saarpfalz-Kreis kürt einen Landrat. Es ist wohl der letzte landesweite Wahltag bis 2017.

Mit Spannung wird erwartet, ob die CDU bei den Kommunalwahlen ihre Stellung als landesweit stärkste Partei, den sie seit 1999 innehat, verteidigen kann. Bei der Europawahl jedenfalls ist dieser Spitzenplatz diesmal umkämpft, wie eine Infratest-Dimap-Umfrage für den SR Anfang Mai ergab. Danach darf die SPD im Saarland bei der EU-Wahl auf 34 Prozent und damit auf über sieben Punkte Zugewinn hoffen. CDU mit 35 Prozent und Grüne mit sechs Prozent bleiben wenig verändert. Die FDP (3) und die Linke (9) könnten kräftig verlieren. Die europakritische Allianz für Deutschland (AfD) käme der Umfrage zufolge aus dem Stand auf 7 Prozent. Offen ist auch, wie viele Abgeordnete aus dem Saarland künftig im EU-Parlament sitzen. Während Jo Leinen (SPD) als 15. der SPD-Bundesliste seinen Sitz fast sicher hat, gibt es Zweifel, ob es bei der CDU für Helma Kuhn-Theis reicht. Die Union tritt als einzige Partei mit Landeslisten an, Platz 1 im Saarland gilt diesmal als wackelig. Grund: Weil die 5-Prozent-Hürfe entfällt, müssen sich die großen Parteien die 96 deutschen Sitze mit vielen Kleinen teilen. > e, : Meinung

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