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Saarländer erben im Westen am wenigsten

Erben im Saarland : Saarländer erben im Westen am wenigsten

Hessen machen die meisten großen Erbschaften. Die Saarländer sind im Westen Schlusslicht.

() Immer mehr Menschen in Deutschland werden durch Erben reich. Doch die Saarländer kommen im Vergleich der westdeutschen Bundesländer am seltensten in den Genuss großer Vermächtnisse. Immerhin: Sie streiten unterdurchschnittlich häufig um Geld und Häuschen ihrer Verstorbenen. Das ist hier in 16 Prozent der Erbschaften der Fall. Der Bundesschnitt liegt bei 18 Prozent.

All das sind Ergebnisse  einer bundesweiten repräsentativen Studie des Marktforschungsinstitut YouGov im Auftrag der Quirin-Privatbank. Danach lag nur bei zehn Prozent derjenigen Saarländer, die schon geerbt haben, der Wert des erhaltenen Vermögens bei  mehr als  100 000 Euro. Das entspricht dem Wert der ostdeutschen Bundesländer. In  Hessen, dem Spitzenreiter in diesem Ranking, gibt es in fast jedem vierten Fall (24 Prozent) solch üppige Erbschaften.

Die Ergebnisse kamen auf der Basis von  fast 7500 YouGov-Interviews über die Frage zustande, wie viele Erwachsene schon einmal geerbt haben,  ein Erbe erwarten oder absehen können, ein Erbe zu vergeben.  Danach haben 37 Prozent der Saarländer schon mal geerbt. Dieser Wert liegt über dem Bundesschnitt von 35 Prozent.  Und in Zukunft werden die Erbschaften nach dieser Studie im Saarland auch üppiger.  42 Prozent der absehbaren Vermächtnisse liegen bei über 100.000 Euro. Das ist dann sogar etwas mehr als im Bundesdurchschnitt (40 Prozent).

Der Hang des Saarländers zum eigenen Häuschen spielt dabei eine zentrale Rolle. Denn die erwarteten Erbschaften werden in sieben von zehn Fällen Immobilien enthalten, ergibt die Studie. Das ist sogar der mit Abstand höchste Wert im Bundesländer-Vergleich und deutlich über dem Bundesschnitt von 53 Prozent. Generell werden Erbschaften der Studie zufolge   in Deutschland immer mehr zum Massenphänomen. Mehr als jeder dritte Erwachsene in Deutschland hat demnach schon einmal geerbt.