Saar-Arbeitgeber vorerst zurückhaltend

Saarbrücken. Der saarländische Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie reagiert mit Zurückhaltung auf die Vorstellungen des IG-Metall-Chefs. Joachim Malter, Hauptgeschäftsführer des Verbands, äußert Bedenken

Saarbrücken. Der saarländische Arbeitgeberverband der Metall- und Elektroindustrie reagiert mit Zurückhaltung auf die Vorstellungen des IG-Metall-Chefs. Joachim Malter, Hauptgeschäftsführer des Verbands, äußert Bedenken. Maßnahmen zur Sicherung von Beschäftigung in den Betrieben "könnten am Ende teurer werden als eine hohe Lohnforderung", sagt Malter, der auch Hauptgeschäftsführer der Vereinigung Saarländischer Unternehmensverbände (VSU) ist. In vielen Betrieben sei der Anteil solcher Arbeitsplätze inzwischen hoch, für die es keine Auslastung mit Arbeit mehr gibt. Es könne aber nicht sein, dass man als Lösung dieses Problems jetzt Mitarbeiter an Bord hält, für die es objektiv keine Beschäftigung mehr gibt. Dies sei auch volkswirtschaftlich nicht vertretbar.Malter rechnet noch mit einem längeren Andauern der Krise. 2010 werde es wohl noch nicht gelingen, die Auftrags- und Beschäftigten-Zahlen aus der Zeit vor der Krise zu erreichen. Diese Prognose bestätigt die Industrie- und Handelskammer (IHK) Saar. "Wir haben die Talsohle noch nicht erreicht. Der Abbau von Arbeitsplätzen im Saarland wird 2010 weitergehen, besonders in Kernbereichen der Industrie wie Fahrzeug- und Maschinenbau sowie Zulieferern", so Geschäftsführer Hermann Götzinger. ts

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