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Russland und Türkei vermitteln Waffenruhe in Syrien

Russland und Türkei vermitteln Waffenruhe in Syrien

Im Syrien-Krieg haben Russland und die Türkei eine landesweite Waffenruhe zwischen Regierung und Opposition ab Freitag ausgehandelt. Der russische Präsident Wladimir Putin verkündete in Moskau die Einigung zwischen der Regierung von Präsident Baschar al-Assad und mehreren Oppositionsgruppen. Die Waffenruhe sollte demnach in der vergangenen Nacht beginnen.Die USA und die Vereinten Nationen begrüßten die Feuerpause. Es sei zu hoffen, dass die Vereinbarung das Leben von Zivilisten nun schone, die Versorgung der Bevölkerung mit Hilfsgütern erleichtere und eine gute Grundlage für die kommenden Gespräche zwischen Regierung und Opposition in Kasachstan sei, sagte ein Sprecher des UN-Sonderbotschafters Staffan de Mistura gestern in Genf. Außerdem begrüßte der Iran die Vereinbarung.

Russland und die Türkei hatten die Waffenruhe mitverhandelt. Die Türkei unterstützt die Opposition in Syrien, Russland die Regierung von Assad.

Die beiden Länder fungierten als Garantiemächte, teilte das Außenministerium in Ankara mit. In Damaskus meldete die staatliche Nachrichtenagentur Sana gestern, das Generalkommando und die Armee hätten nach den militärischen Siegen der vergangenen Wochen die flächendeckende Feuerpause verkündet. Gruppen, die vom UN-Sicherheitsrat als Terrororganisationen eingestuft werden, sind von der Waffenruhe ausgenommen. Der russische Verteidigungsminister Sergei Schoigu nannte dabei die Terrormiliz Islamischer Staat und den Al-Qaida-Ableger Dschabhat Fatah al-Scham (früher Nusra-Front). Wer sich der Vereinbarung nicht anschließe, werde als Terrorgruppe bekämpft.