Russland bittet für Schimpfwörter in den Medien zur Kasse

Moskau. Das kann teuer werden: Verbale Rüpeleien in den Medien werden in Russland bald bestraft. Für Flüche und Schimpfwörter in Fernsehen, Zeitungen und Radio sollen umgerechnet bis zu 5000 Euro fällig werden. Das berichtet die Zeitung "Komsomolskaja Prawda"

Moskau. Das kann teuer werden: Verbale Rüpeleien in den Medien werden in Russland bald bestraft. Für Flüche und Schimpfwörter in Fernsehen, Zeitungen und Radio sollen umgerechnet bis zu 5000 Euro fällig werden. Das berichtet die Zeitung "Komsomolskaja Prawda". Bezahlen müssen nach dem Gesetzentwurf der Kremlpartei Geeintes Russland nicht nur Verlage, Sender und Autoren, sondern auch Interviewpartner.Die Gesellschaft müsse vor dem "unmoralischen Informationssystem" beschützt werden, erklärten die Initiatoren. Eine Liste der beanstandeten Schimpfwörter fügten sie allerdings nicht bei - Experten sollen jeden Fall einzeln beurteilen. Von dem neuen Gesetz sollen nach Angaben der Parlamentarier auch Internet-Publikationen betroffen sein. Kritiker warnen, der Kreml könne die Regelungen für die Zensur regierungskritischer Sendungen und Artikel missbrauchen.

In der zweiten, entscheidenden Lesung stimmte die Staatsduma dem Gesetz bereits zu. Jetzt muss es noch von Kremlchef Wladimir Putin unterzeichnet werden, damit es in Kraft tritt. dpa

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort