1. Nachrichten
  2. Politik
  3. Topthemen

Schüler auf der Spur des StromesBesuch von jungen HelfernAuch als Schüler kann man schon studierenBesucher aus der ganzen Region bei der Nacht der WissenschaftBirkenfelder Schüler besuchen iranisches Theaterstück

Schüler auf der Spur des StromesBesuch von jungen HelfernAuch als Schüler kann man schon studierenBesucher aus der ganzen Region bei der Nacht der WissenschaftBirkenfelder Schüler besuchen iranisches Theaterstück

Zeitung macht Schule Abseits von Mathe, Deutsch und Erdkunde werden in den Schulen in der Region auch besondere Projekte geboten. Die Schüler berichten von Aktionen und gemeinsamen Ausflügen. St. Wendel. Zu einer Lehrfahrt machte sich eine 10er-Klasse des Arnold-Janssen-Gymnasiums ins Kraftwerk Ensdorf auf

Zeitung macht Schule Abseits von Mathe, Deutsch und Erdkunde werden in den Schulen in der Region auch besondere Projekte geboten. Die Schüler berichten von Aktionen und gemeinsamen Ausflügen.

St. Wendel. Zu einer Lehrfahrt machte sich eine 10er-Klasse des Arnold-Janssen-Gymnasiums ins Kraftwerk Ensdorf auf. Zusammen mit ihren Lehrern Birgit Kraus-Hinsberger und Hans Gard folgten Schüler der 10b am Arnold-Janssen-Gymnasium der Einladung des Vereines der deutschen Ingenieure, das Kraftwerk zu besichtigen. Eine Power-Point-Präsentation führte die Jungen und Mädchen des naturwissenschaftliches Zweiges der Schule in die Arbeit der 110 Mitarbeiter ein. Im Kraftwerksinneren konnte man den Ingenieuren, Elektrikern, Mechanikern und Laborarbeitern interessiert bei der Arbeit über die Schultern schauen. Besonders beeindruckt zeigten sich die Schüler von dem Hochleistungsgenerator mit seinen gewaltigen Dimensionen. Der Blick vom Dach des Kraftwerks hinüber zur mächtigen Halde des stillgelegten Ensdorfer Bergwerkes vermittelte einen bleibenden Eindruck von der langen Zeit der Kohleförderung an der Saar. Erstaunt nahmen die Schüler zur Kenntnis, dass heutzutage zweimal pro Tag Importkohle per Schiff aus Rotterdam in das Kraftwerk gebracht wird. Nur so ist es möglich, auch noch nach 40 Jahren Laufzeit über zwei Milliarden Kilowattstunden Strom pro Jahr im Kraftwerk zu erzeugen. Dass eine Firmenbesichtigung auch hungrig macht, wissen auch die durchs Werk führenden Ingenieure Schwinn und Kronauer. Deshalb luden sie abschließend die Schüler in die werkseigene Cafeteria zum Maurerfrühstück ein. Vor der Heimreise ins Arnold-Janssen-Gymnasium bedankten sich die St. Wendeler Schüler für die interessante Werksführung bei ihren Begleitern, die ihnen buchstäblich die Türen zum Kraftwerk Ensdorf geöffnet haben. Ihr Dank galt auch ihren beiden Lehrern, die ihnen Naturwissenschaft vor Ort erlebbar gemacht haben.

Julia Heidinger, Tim Wolterhoff, Lea Recktenwald, Lisa Braun (Klasse 10b am AJG)

St. Wendel. Denn das AJG hat sich von Beginn an beteiligt an dem Projekt zur Begabtenförderung. Seit 2002 ermöglicht es die Saar-Uni in Zusammenarbeit mit interessierten Gymnasien besonders begabten, leistungsfähigen und leistungswilligen Schülern der Oberstufe, parallel zum Schulunterricht als so genannte Juniorstudenten universitäres Lernen und Arbeiten kennenzulernen. Durch die Teilnahme an Vorlesungen, Übungen, Praktika und Seminaren haben die Juniorstudenten nicht nur die Möglichkeit, ihre Begabungen und Fähigkeiten auf einem höheren Niveau zu fordern und dadurch auch zu fördern. Sie erhalten zudem ein zusätzliches individuelles Persönlichkeitstraining und die Option auf eine weiterführende Studienförderung. Auch können erworbene Leistungsnachweise im späteren Studium angerechnet werden.

Während ihres Juniorstudiums werden die jungen Leute an der Schule durch einen Patenlehrer und an der Universität durch einen Patenprofessor betreut. Initiiert und betreut durch den Patenlehrer Rainer Bommer durchliefen etliche AJG-Schüler das Juniorstudium erfolgreich und bestätigten so ihre "Berufung". Dass die Juniorstudenten einen Tag statt an der Schule nun an der Universität verbringen, ist sowohl bei der Termingestaltung wie auch bei der Unterrichtsplanung in den einzelnen Fächern berücksichtigt. Startete das Juniorprogramm ursprünglich in den technisch-ingenieurwissenschaftlichen Fachbereichen, so ermöglichen mittlerweile alle Fakultäten an der Universität diese Form der Förderung junger Menschen. Entsprechend wuchs im Laufe der Jahre die Zahl der Anmeldungen zum Juniorstudium. Im Jubiläumsjahr nehmen vom AJG sieben Schüler an dieser Begabtenförderung teil: Florian Henkes, Niklas Schön und Kathrin Wendels im Fachgebiet Mechatronik, Anastassia Amann im Fachbereich Anglistik, Jana Litz und Rebecca Sesterhenn in Wirtschaftsinformatik und BWL sowie Lea Riefer im Fachbereich Germanistik. red

Birkenfeld. Die achte Nacht der Wissenschaft des Umwelt-Campus Birkenfeld zeigte Interessierten aus der ganzen Region, aber auch Mitarbeitern und Studierenden des Umwelt-Campus Birkenfeld eine Zusammenstellung der Ergebnisse aus den Forschungssemestern der Professoren des Umwelt-Campus.

Die Vortragsreihe begann mit einer Gegenüberstellung von "Green IT vs. Green by IT". Der Informatik-Professor Stefan Naumann erklärte kurzweilig, was Informatik mit Nachhaltigkeit zu tun hat und wie nicht nur mit Schaltersteckdosen Strom gespart werden kann. Der zweite Vortrag behandelte das juristische Thema "Regulatorische Hürden bei internationalen Fusionen" und wurde durch Prof. Dr. Frank Immenga zu einem anregenden Flug durch die internationalen Fallstricke des Kartellrechts. Wie Fusionskontrolle funktioniert und welche praktischen Tipps für fusionswillige Unternehmen im Forschungsaufenthalt erarbeitet wurden, konnte Prof. Dr. Immenga dem Publikum verständlich machen. Prof. Dr. Peter Fischer-Stabel bot den Zuhörern in seinem Vortrag "Digitale Daten und Karten für Europa" einen Überblick über den Aufbau einer europäischen Geodaten-Infrastruktur. Dabei zeigte Prof. Dr. Fischer-Stabel welche Hindernisse und Überraschungen weltweit bei der Nutzung der Daten auftreten können.

Beim anschließenden "Get together" hatten die Gäste die Möglichkeit, die vorgestellten Themen mit den Referenten zu diskutieren. Der Erfolg der Vortragsreihe "Nacht der Wissenschaft" zeigt das große Interesse an wissenschaftlichen Themen in der Region und wird am 12. Juni 2013 fortgesetzt. red

Hasborn-Dautweiler. Gutes zu tun, das kann spannend und abwechslungsreich sein und viel Spaß machen. "Mach deiner Generation alle Ehre!" unter diesem Motto engagierten sich 24 Schüler beim Auftaktprojekt der Wendelinus-Stiftung in verschiedenen Seniorenhäusern in den Herbstferien. Unter anderem verbrachten Caroline Hoffmann (19) aus Alsweiler (Cusanus-Gymnasium), Christopher Dickmann (15) aus Marpingen und Michaela Heinrich aus Dirmingen (18) (beide Gesamtschule Marpingen) viele Stunden ihrer Herbstferien im Caritas-Seniorenhaus Hasborn.

"Soziales Engagement ist immer gut und man soll es auch zeigen", sagt Christopher Dickmann. Auch Caroline Hoffmann, die bereits Praktikumserfahrungen im Krankenhaus gesammelt hatte, war mit viel Freude bei der Arbeit. Statt zwei Wochen ausschlafen, entschied sie sich für das Ehrenamt und folgte dem Stiftungsaufruf.

Die Jugendlichen sollten etwa zehn Stunden Zeit mit den Senioren verbringen. Doch den drei Schülern machte die Zusammenarbeit mit den alten Menschen so viel Spaß, dass sie bereits in der ersten Ferienwoche insgesamt 20 Stunden im Seniorenhaus verbrachten: Rummelboozen schnitzen, gemeinsam Kochen und kreativ Basteln und Malen und selbstverständlich viel Zeit für ein Schwätzchen mit den Senioren.

Das Auftaktprojekt der Wendelinus-Stiftung übertraf alle Erwartungen. Aus diesem Grund plant die Stiftung, dieses Projekt weiterzuentwickeln und künftig regelmäßig und im größeren Stil durchzuführen, so die Projektverantwortlichen Nadine Recktenwald und Andrea Eckert.

Auch das Seniorenhaus war von den Schülern begeistert. "Es ist erstaunlich, welches Verantwortungsgefühl die jungen Leute hier für die Senioren entwickelten", freut sich Hausleiterin Vera Schmidt.

Den drei Schülern machte ihr Einsatz bei den Senioren so viel Spaß, dass es bei den "Herbstferien-Einsatz" vielleicht gar nicht bleibt. red

Birkenfeld. Kinder spielen Fußball in der 24. Gasse. Als Ali den Ball auf den Mond schießen soll, versucht er es - doch der Ball im Fenster von Ashraf Kanoom, einer älteren Dame.

Das ist die Geschichte des Theaterstücks "Das Geheimnis der 24. Gasse", das Schüler der Realschule plus und des Gymnasiums Birkenfeld gemeinsam erlebten. Das Jugendtheaterstück wurde von iranischen Kindern entwickelt und im Rahmen der Kinderkulturkarawane auf die Bühne gebracht, gespielt vom Nano Aroosak Theater aus Isfahan (Iran). Ziel dieses Schauspiels ist es, Freude zu vermitteln, Frieden aufzuzeigen und auch zu ermutigen: "Hab keine Angst, deine Meinung zu sagen." Zwar wurden immer wieder Teile von einem Erzähler auf Deutsch erklärt, aber das in iranischer Sprache gespielte Stück verlangte von den Kindern volle Konzentration. In der Schlussbesprechung stellten die Schüler ihre Fragen zu den Schauspielern und zum Stück vornehmlich in englischer Sprache und konnten so ihre Sprachfähigkeiten nutzen. Insgesamt eine für die Kinder anspruchsvolle Sache mit Einblick in eine ihnen fremde Kultur. Das Theater fand im Rahmen des Projektes "Die Jugend der Welt auf Tournee durch Europa" statt und wurde von der Kinderkulturkarawane veranstaltet. red

Produktion dieser Seite:

hannelore hempel, mcg,

matthias zimmermann