Riesiger Weihnachtsbaum entzweit Nord- und Südkorea

Seoul. Diplomatische Verwicklungen um das christliche Fest der Liebe und des Friedens: Eine riesige südkoreanische Leucht-Installation in Form eines Christbaums lässt die Führung im nordkoreanischen Pjöngjang glühen vor Wut. Den Nachbarn drohte sie mit "unvorhersehbaren Konsequenzen", sobald der Strom eingeschaltet wird

Seoul. Diplomatische Verwicklungen um das christliche Fest der Liebe und des Friedens: Eine riesige südkoreanische Leucht-Installation in Form eines Christbaums lässt die Führung im nordkoreanischen Pjöngjang glühen vor Wut. Den Nachbarn drohte sie mit "unvorhersehbaren Konsequenzen", sobald der Strom eingeschaltet wird. Die Installation sei ein "hinterhältiger Versuch psychologischer Kriegsführung", heißt es auf der Internet-Seite der kommunistischen Regierung.Das Streitobjekt, ein 30 Meter hoher Metallturm in Form eines Weihnachtsbaums, steht drei Kilometer von der schwer bewachten Demarkationslinie entfernt auf einem Hügel. Südkoreas Verteidigungsministerium hatte angekündigt, man werde den Antrag einer christlichen Gruppe prüfen, die Beleuchtung einzuschalten. Bereits 2004 hatten Nord- und Südkorea vereinbart, Propaganda in der Grenzregion zu unterlassen. Daraufhin hatte der Süden den Weihnachtsbaum nicht mehr eingeschaltet. Erst 2010 brannten die Lichter wieder, nachdem es erneut Spannungen zwischen beiden Ländern gegeben hatte. afp