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Regierung will Preisbremse bei Arzneimitteln anziehen

Regierung will Preisbremse bei Arzneimitteln anziehen

Das Bundesgesundheitsministerium will eine neue Preisbremse bei Arzneimitteln einführen. Übersteige der Umsatz eines neuen Medikamentes bereits vor Ablauf der üblichen Jahresfrist die Marke von 250 Millionen Euro, würden die darüber hinaus verkauften Präparate zu einem niedrigeren Preis, dem Erstattungsbetrag, verkauft. Dies war gestern aus Regierungskreisen in Berlin zu erfahren.

Der Erstattungsbetrag wird innerhalb eines Jahres nach Markteinführung eines Präparates zwischen Hersteller und Gesetzlicher Krankenversicherung (GKV) ausgehandelt. Orientierung hierbei ist der Zusatznutzen eines neuen Medikamentes. Im ersten Jahr der Neueinführung können die Hersteller den Preis jedoch selbst festlegen. Die neue Umsatzschwelle solle nun für dieses erste Jahr "Mondpreise" verhindern, wie sie von den Kassen immer wieder kritisiert wurden - etwa beim Hepatitis-C-Präparat Sovaldi.