„Putin-Versteher“ und „Pegida“ im Rennen für das Unwort des Jahres

„Putin-Versteher“ und „Pegida“ im Rennen für das Unwort des Jahres

Das "Wort des Jahres 2014" ist schon bekannt: "Lichtgrenze", der Name für ein Berliner Kunstwerk, das die Emotionen 25 Jahre nach dem Mauerfall zum Ausdruck gebracht hat. Für das Gegenstück, das "Unwort des Jahres", das morgen bekanntgegeben wird, hat die Bezeichnung Pegida gute Chancen.

Der Name der Bewegung "Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" wurde 44-mal und damit am zweithäufigsten der Jury vorgeschlagen worden, sagte deren Sprecherin Professorin Nina Janich von der Uni Darmstadt . Am häufigsten genannt wurde aber das Wort "Putin-Versteher" (60-mal), auf dem dritten Platz liegt "Social Freezing" (29-mal). Das Wort steht für das Einfrieren von Eizellen, damit Frauen wegen der Karriere das Kinderkriegen auf später verschieben können.

Eine Überraschung ist möglich. Denn die Jury - im Kern vier Sprachwissenschaftler und ein Journalist - richtet sich nicht danach, welcher Begriff am meisten vorgeschlagen wird. Die Sprachkritiker wollen einen sensibleren Umgang mit Schlagworten in der Öffentlichkeit erreichen.

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