Prozess um Frauenparkplätze in Eichstätt sind traurige Kabarettnummer

Kommentar : Eine traurige Kabarettnummer

Herzlichen Glückwunsch! Dank des Prozesses, den Dominik B. Bayer (26) angezettelt hat, weiß jetzt auch der letzte Mann, dass er das mit den Frauenparkplätzen nicht so ernst nehmen muss. Weil die Schilder ja nur ein Appell an die Ritterlichkeit sind, Sanktionsfreiheit garantiert.

Neue Schilder mit solcherart Hinweisen werden demnächst nicht nur in Eichstätt stehen. Denn schließlich gibt es überall empfindsame Männer-Seelen, die unter Frauenparkplatz-Schildern leiden. Absurdistan, Kabarett? Nein, Deutschland im Jahr x einer Gender-Debatte, die erst richtig los legt und für die die Prognose gilt: Fanatismus garantiert. Nicht auszuschließen, dass wir uns zukünftig davor hüten werden, überhaupt noch von Frauen und Männern zu sprechen. Denn alle sind gleich, sagt das internationale Menschenrecht. Aber Männer sind gleicher, sagt die weltweite Realität von Frauen, die unter anderem häufiger als Männer Opfer von Gewalttaten sind. Mehr braucht es nicht an Argumenten, um zu verklaren: Dieser Prozess war eine Zumutung.