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Polizisten machen 22 Millionen Überstunden

Polizisten machen 22 Millionen Überstunden

Gewerkschaft warnt: Neuer Höchststand erreicht

(red/dpa) Die deutschen Polizisten haben nach Angaben der Gewerkschaft der Polizei (GdP) im vergangenen Jahr so viele Überstunden gemacht wie noch nie: 22 Millionen. Das waren zwei Millionen mehr als 2015, berichtet die "Bild"-Zeitung. Gewerkschaftschef Oliver Malchow sagte dem Blatt: "Die Zahl der Überstunden entspricht der Arbeitskraft von 9000 Polizeibeamten in den Ländern und 900 im Bund." Bei der Bundespolizei sind bereits 3000 zusätzliche Stellen eingeplant. Allerdings werden die ersten neuen Polizisten nicht vor 2019 ausgebildet sein. Auch die Länder stocken nach jahrelangem Stellenabbau bei der Polizei inzwischen wieder auf. Entgegen dem Bundestrend ist der Überstundenberg bei der Saar-Polizei 2016 nicht gewachsen. Nach GdP-Angaben hatten die Beamten Ende 2016 noch 246 000 Überstunden angehäuft. Damit sei es gelungen, innerhalb eines Jahres rund 30 000 Überstunden abzubauen. Ende des Jahres habe sich der Trend umgekehrt. Im Dezember seien 16 000 zusätzliche Überstunden angefallen.

Polizisten mit ausländischen Wurzeln sind bundesweit aber immer noch vergleichsweise selten. Das trifft auch auf das Saarland zu, wie aus einer gestern vorgestellten Erhebung des Mediendienstes Integration hervorgeht. Demnach liegt dort seit dem Jahr 2014 der Anteil der Bewerber aus Einwandererfamilien konstant bei rund zehn Prozent.