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Polizei stoppt Terror-Duo in Berlin

Polizei stoppt Terror-Duo in Berlin

Berlin/Saarbrücken. Kurz vor dem zehnten Jahrestag der Terror-Angriffe in den USA ist der Berliner Polizei ein Schlag gegen mutmaßliche islamistische Terroristen gelungen. Die Fahnder nahmen nach monatelangen Ermittlungen zwei Männer fest, die offenbar einen Bombenanschlag planten

Berlin/Saarbrücken. Kurz vor dem zehnten Jahrestag der Terror-Angriffe in den USA ist der Berliner Polizei ein Schlag gegen mutmaßliche islamistische Terroristen gelungen. Die Fahnder nahmen nach monatelangen Ermittlungen zwei Männer fest, die offenbar einen Bombenanschlag planten. Die Verdächtigen, ein 24-jähriger Deutscher libanesischer Herkunft und ein 28-Jähriger aus dem Gazastreifen, hatten sich durch die Bestellung ungewöhnlich großer Mengen von Kühl-Pads verdächtig gemacht. Das darin enthaltene Gel sei in Verbindung mit einer bestimmten Säure hochexplosiv, so die Polizei.Nach Angaben von Innensenator Erhart Körting (SPD) gibt es bislang kaum Erkenntnisse über die genauen Ziele der Männer. Man sei sich jedoch sicher, dass sie einen Anschlag vorbereitet hätten. Die Staatsanwaltschaft wirft den Verdächtigen die Vorbereitung einer "schweren staatsgefährdenden Gewalttat" vor. Die Männer sollen sich regelmäßig in einem Islamischen Kulturzentrum für religiöse Aufklärung aufgehalten haben. Hinweise darauf, dass sie einer terroristischen Vereinigung angehörten, gab es zunächst nicht.

Dieter Wiefelspütz, Innen-Experte der SPD-Bundestagsfaktion, rief nach den Festnahmen zu Besonnenheit auf. Die Ermittlungsergebnisse müssten abgewartet werden, ehe man über mögliche Maßnahmen spekuliere. Für Wolfgang Bosbach (CDU) zeigen die Festnahmen, dass sich Deutschland im "Fadenkreuz des Terrors" befinde. Die Bedrohungslage sei "seit geraumer Zeit besorgniserregend", so Bosbach.

Die saarländischen Sicherheitsbehörden sehen keine erhöhte Terror-Gefahr im Umfeld des 11. September. "Wir haben eine Gefährdungs-Analyse durchgeführt. Uns liegen keine Erkenntnisse vor, dass es zu besonderen Gefährdungen kommt", sagte Polizeisprecher Georg Himbert der SZ. Der 11. September werde für die Saar-Polizei daher "ein Tag wie jeder andere". , Meinung dapd/afp/kir