Politikern schlagen die niedrigen Wurstpreise auf den Magen

Politikern schlagen die niedrigen Wurstpreise auf den Magen

Verkehrte Welt? Die Preise fallen – und die Politik wettert dagegen. „Unsere wertvoll erzeugten Lebensmittel dürfen nicht verschleudert werden“, polterte Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) am Wochenende.

Und Schleswig-Holsteins Agrarminister Robert Habeck (Grüne) schimpfte: "Über Fleischwaren einen Dumping-Wettbewerb zu führen, ist eine Schweinerei."

Hintergrund ist der Preiskampf bei Fleischwaren, der am Samstag in eine neue Runde ging. Discount-Marktführer Aldi senkte die Preise für zahlreiche Wurstwaren, Konkurrent Norma folgte umgehend. Aldi begründete die Preissenkungen zwischen 2,5 und zehn Prozent mit niedrigeren Einkaufspreisen. Den Preisvorteil gebe man an die Kunden weiter - ohne Abstriche an Qualität oder Tierschutz. Habeck forderte die Verbraucher auf, verantwortungsvoll zu handeln und diese Waren zu "verschmähen". Renate Künast (Grüne), Chefin des Verbraucher-Ausschusses, forderte im Interview mit unserer Zeitung ein Ende des Preiskampfs. > : Interview, A 4: Meinung