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Politik fordert Kurswechsel bei Bahn nach Grube-Aus

Politik fordert Kurswechsel bei Bahn nach Grube-Aus

(dpa) Am Tag nach dem Rücktritt von Bahnchef Rüdiger Grube sind Forderungen nach einem Kurswechsel des bundeseigenen Konzerns laut geworden. Der Personalausschuss des Aufsichtsrats wird sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur bereits am Montag wieder treffen. Die Grünen-Fraktion im Bundestag beantragte für denselben Tag eine Sondersitzung des Verkehrsausschusses.

Die vor dem Rücktritt gescheiterte Vertragsverlängerung für Grube lege offen, "dass der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG mit der Arbeit der Bahnspitze unzufrieden war und das Vertrauen zwischen der Eigentümerin und dem Bahnmanagement zerstört ist", schrieb Fraktionsgeschäftsführerin Britta Haßelmann zur Begründung des Antrags. Der Vorsitzende des Verkehrsausschusses, Martin Burkert (SPD), nannte es einen Fakt, "dass die Unternehmensergebnisse bei der Deutschen Bahn derzeit nicht stimmen. Das gilt sowohl für den Umsatz als auch für den Gewinn." Zudem seien "mit dem Sparprogramm im Güterverkehr Weichenstellungen erfolgt, die nicht im Sinne der Beschäftigten und der Politik sind". Seit Monaten ringt die Bahngewerkschaft EVG mit dem Vorstand um ein Sanierungskonzept für die Güterbahn DB Cargo.