Personalchefs durchleuchten Bewerber auch im Internet

Berlin. Deutsche Arbeitgeber greifen bei ihrer Personalauswahl systematisch auf persönliche Daten von Bewerbern aus dem Internet zurück. Wie eine Studie im Auftrag der Bundesregierung ergab, fragen Personalchefs dabei Informationen etwa zu Hobbys oder Vorlieben, aber auch Meinungsäußerungen ab. 28 Prozent der Firmen nutzten gezielt diese Möglichkeit

Berlin. Deutsche Arbeitgeber greifen bei ihrer Personalauswahl systematisch auf persönliche Daten von Bewerbern aus dem Internet zurück. Wie eine Studie im Auftrag der Bundesregierung ergab, fragen Personalchefs dabei Informationen etwa zu Hobbys oder Vorlieben, aber auch Meinungsäußerungen ab. 28 Prozent der Firmen nutzten gezielt diese Möglichkeit. Ein Viertel der Unternehmen teilte mit, in manchen Fällen würden Bewerber dann gar nicht erst zum Vorstellungsgespräch eingeladen.Wie die Umfrage zeigt, durchsuchen am häufigsten Firmen mit mehr als 1000 Mitarbeitern die Profile ihrer Bewerber. In vier von fünf Fällen geschieht das bereits vor der ersten Einladung zum Gespräch. Als Quellen dienten private Karriere-Portale, aber auch soziale Netzwerke wie Facebook oder Studi-VZ. Dabei gibt es auch positive Effekte, wie die Studie zeigt: 56 Prozent der Arbeitgeber sagten, ein Bewerber könne gerade durch zusätzliche Informationen aus dem Netz für das Unternehmen interessant werden - etwa durch Hobbys oder soziales Engagement. afp

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