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Obama macht Hoffnung auf Versöhnung der Welt

Obama macht Hoffnung auf Versöhnung der Welt

Kairo/Dresden. In einer weltweit live übertragenen Rede hat US-Präsident Barack Obama die Muslime zu einem Neuanfang im gegenseitigen Respekt aufgerufen. "Ich bin hierher nach Kairo gekommen, um mich für einen Neubeginn zwischen den Vereinigten Staaten und den Muslimen in der ganzen Welt einzusetzen", sagte Obama gestern in der Universität der ägyptischen Hauptstadt

Kairo/Dresden. In einer weltweit live übertragenen Rede hat US-Präsident Barack Obama die Muslime zu einem Neuanfang im gegenseitigen Respekt aufgerufen. "Ich bin hierher nach Kairo gekommen, um mich für einen Neubeginn zwischen den Vereinigten Staaten und den Muslimen in der ganzen Welt einzusetzen", sagte Obama gestern in der Universität der ägyptischen Hauptstadt. Obamas Rede stieß überwiegend auf ein positives Echo. Die USA und der Islam würden sich nicht gegenseitig ausschließen, vielmehr hätten sie gemeinsame Grundsätze wie Gerechtigkeit, Toleranz und die Würde jedes einzelnen Menschen, sagte Obama vor 3000 Gästen. Durch die Betonung von Unterschieden würden nur diejenigen gestärkt, "die eher den Konflikt als die Zusammenarbeit unterstützen", sagte Obama. Zugleich betonte der US-Präsident, die USA würden Gewalt niemals hinnehmen. Autobahn A 6 gesperrtDie palästinensische Autonomiebehörde sprach von einer "klaren und offenherzigen" Rede. Obamas Worte seien "ein guter Anfang, auf den wir jetzt aufbauen müssen". Israels Regierung erklärte, sie hoffe jetzt auf eine "Versöhnung zwischen der arabisch-muslimischen Welt und Israel". "Wir danken Obama für diese historische Friedensbotschaft", sagte der Mufti von Syrien, Badreddin Hassun. Nach seinem Besuch in Ägypten reiste Obama am Abend weiter nach Dresden. Dort wird er heute mit Kanzlerin Angela Merkel zusammentreffen, danach das ehemalige Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar besichtigen. Am Nachmittag steht die Weiterreise in die Westpfalz auf dem Programm. Dort wird Obama unter Ausschluss der Öffentlichkeit den US-Flughafen Ramstein und das US-Militärkrankenhaus Landstuhl besuchen. Deshalb wird zwischen 15 und 24 Uhr der Luftraum um Ramstein im Radius von 55 Kilometern gesperrt, teilte die Polizei mit. Zudem werde es wohl zu massiven Verkehrsbehinderungen rund um Kaiserslautern kommen. Laut Polizei wird unter anderem die Autobahn Mannheim-Saarbrücken (A 6) zeitweise gesperrt. Nähere Informationen seien aus Sicherheitsgründen nicht möglich, hieß es. > Seite A 3, A 4: Berichte und Meinungafp/red