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Neue Tonnen, neue Abrechnung: EVS übernimmt Gebühreneinzug

Neue Tonnen, neue Abrechnung: EVS übernimmt Gebühreneinzug

Saarbrücken. In der nächsten Woche beginnt der Entsorgungsverband Saar (EVS) mit der Aufstellung von 360 000 neuen Mülltonnen im Saarland. Damit soll die Voraussetzung für eine neue Berechnung der Abfallgebühren geschaffen werden, die zum Jahreswechsel in Kraft tritt. Ab dann wird den Haushalten nur noch die Menge des tatsächlich entsorgten Abfalls in Rechnung gestellt

Saarbrücken. In der nächsten Woche beginnt der Entsorgungsverband Saar (EVS) mit der Aufstellung von 360 000 neuen Mülltonnen im Saarland. Damit soll die Voraussetzung für eine neue Berechnung der Abfallgebühren geschaffen werden, die zum Jahreswechsel in Kraft tritt. Ab dann wird den Haushalten nur noch die Menge des tatsächlich entsorgten Abfalls in Rechnung gestellt. In der überwiegenden Zahl der Gemeinden wird dann das Abfallvolumen über die Zahl der registrierten Entleerungen ermittelt. Im Gegensatz dazu haben sich nur zwei Kommunen, nämlich St. Ingbert und Losheim, für das Verwiegen der Abfälle entschieden. Die Auslieferung der neuen Mülltonnen beginnt in Homburg, danach ist St. Ingbert dran; es folgen Neunkirchen Sulzbach und Friedrichsthal. Bis Ende Juni peilt man beim EVS den Abschluss der Aktion an, die in der 24. Kalenderwoche in Nonnweiler, Wadern, Tholey und Weiskirchen ausläuft. Parallel dazu werden die bisherigen Restmüll- und Biotonnen von den zuständigen Abfuhrunternehmen zurückgenommen. Aber nicht nur die Tonnen und die Erfassung des Mülls werden modernisiert; es wird auch ein neues Gebühreneinzugssystem beim EVS aufgebaut. Das bedeutet, dass nicht mehr die Gemeinden die Rechnungen für den Müll verschicken, wie bisher, sondern dass der Entsorgungsverband für die Abfallgebühren verantwortlich ist. Dafür wird eine spezielle Inkasso-Zentrale, verknüpft mit einem Kunden-Service-Center, aufgebaut. Das soll 17 neue Arbeitsplätze bringen. Allerdings werde man in den Gemeinden auch noch Ansprechpartner für Abfallfragen antreffen, versicherte EVS-Chef Heribert Gisch. gf