Neue EU-Regel: Vor dem Start schon mal an den Absturz denken

Straßburg. Fluggäste müssen sich wohl erst daran gewöhnen - wer denkt vor dem Start schon gerne an den schlimmsten Fall der Fälle? Trotzdem sollen die Airlines künftig von ihren Passagieren Name und Anschrift einer Kontaktperson erfragen, die bei Problemen informiert wird. Das hat das Europäische Parlament gestern beschlossen. Die Verordnung soll 2012 in Kraft treten

Straßburg. Fluggäste müssen sich wohl erst daran gewöhnen - wer denkt vor dem Start schon gerne an den schlimmsten Fall der Fälle? Trotzdem sollen die Airlines künftig von ihren Passagieren Name und Anschrift einer Kontaktperson erfragen, die bei Problemen informiert wird. Das hat das Europäische Parlament gestern beschlossen. Die Verordnung soll 2012 in Kraft treten. "Bei einem Flugzeugunglück ist die Wartezeit auf Informationen für die Angehörigen oft sehr schmerzhaft", sagt Markus Ferber (CSU). Die Maßnahme soll helfen, "dass die Angehörigen die Ersten sind, die von einem möglicherweise tragischen Ereignis erfahren", ergänzt Knut Fleckenstein (SPD). Es sei nicht hinnehmbar, dass die Familie aus den Medien vom Tod eines lieben Menschen Kenntnis bekomme. Binnen zwei Stunden müssen die Airlines demnächst zudem den Behörden vollständige Passagierlisten übergeben. Außerdem werden sie verpflichtet, in einem Unglücksfall schnell einen Ansprechpartner zu nennen. dr